Hypnotisch und eigenwillig: Europäischer Jazz trifft Orient

Der schwäbischen Einladung zur „Arabic Jazz Affair“ nicht zu folgen, ist kaum möglich. Die sechs Musiker dabei zu erleben, wie sie dem anderen feinfühlig Gehör schenken und sich so gegenseitig zu immer neuen Höhenflügen motivieren, ist ein Erlebnis. Die sechs Profimusiker haben es geschafft, eine Mischung aus klassischem Jazz, von orientalischen Einflüssen und türkischem Gesang so überzeugend umzusetzen, dass man die Sehnsucht nach Frieden, nach einer vorbehaltlosen Kommunikation die Menschen verbindet, in jedem Lied ihres aktuellen Projekts „Phosphorus“ mitschwingen hört. (Quelle: Ankündigung „Bayerisches Jazzweekend)

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https://youtu.be/XrGLqLiw0YY?t=5


https://www.youtube.com/watch?v=ffFhriGt3fY

Die Liebe zur orientalischen Melodieführung, die Faszination für arabische Rhythmik sowie die Leidenschaft für Improvisation bilden die Basis der Kompositionen, die Schlagzeuger/Komponist Harry Alt speziell für dieses Ensemble geschrieben hat.
Das klingt oftmals fast volksliedhaft, im nächsten Moment eher weltmusikalisch nach Arabic-Jazz.
Mal bestimmt der türkische Gesang von Tarkan Yesil, mal die pure Imrovisationsfreude aller beteiligten Musiker das Geschehen. Strenge Kompositionen stehen freier Gestaltung gegenüber,ergänzen sich oder lösen sich ineinander auf. Die verwendeten musikalischen Stilistiken verfolgen meist das Ziel einer hypnotisch-anmutenden Klangstruktur

Referenzen
Festival der Kulturen Augsburg, der Jazzfreinacht und diverse Festivals u.a. Jazzsommer Botanischer Garten Augsburg, Jazzweekend Regensburg, Bayerisches Jazzweekend, APC-Sommer Kempten, Bardentreffen Nürnberg, Hafensommer Würzburg, ….

Das Orchester sind:
Tarkan Yesil (Gesang/Riq)
Joe T. Aykut (Cümbüc)
Giuseppe Puzzo (Bass)
David Kremer (Klavier)
Kay Fischer (Saxophon/Klarinette/Flöte)
Harry Alt (Schlagzeug/Komposition)

2017 erschien die CD „Phosphorus“ auf dem Label MilkyHilly Music (Vertrieb Galileo)

Pressestimmen:
„Die Profimusiker des Harrycane Orchestras überzeugten, technisch auf höchstem Niveau, mit ihrem Mix aus arabischer Melodik und westlichem Modern Jazz. Leichtigkeit trotz komplexer Rhythmik, originelle Kompositionen sowie Leidenschaft in Improvisation und Ausdruck sind die Attribute, die dem Augsburger Sextett um Schlagwerker und Komponist Harry Alt den wohlverdienten 2. Platz des Creole Bayern Wettbewerbs 2019 sicherten. „Harrycane kann! Und ist der klingende Beweis dafür, dass sich die kulturelle Auseinandersetzung mit ‚Ost und West‘ lohnt und daraus erfolgreich Neues erschaffen werden kann“, so Rainer Pirzkall, Creole-Jurysprecher und Leiter des Nürnberger Bardentreffens.“ (Jury des CREOLE Weltmusik-Wettbewerbs, Nürnberg 2/2019

“ Das Harrycane Orchestra vollführte beim APC-Sommer in den Kleinen Thermen den gelungenen Culture-Clash zwischen West und Ost. … die anregendste Mischung aus europäischem Jazz und orientalischem Folk seit dem Weltmusikprojekt Embryo …. Bereits beim ersten Stück ergab sich der typische Sound der Band aus türkischem Gesang, arabischen Tonleitern und westlich-jazziger Rhythmusgruppe. Ohne dass es die Texte verstand, übertrug sich sofort der wehmütige und meditative Charakter dieses und der folgenden Stücke auf das Publikum… Trotz der elegischen Grundstimmung fehlte bei keinem der Songs der Drive und der Groove, die eine Band live erst hörenswert machen. Guiseppe Puzzo am Kontrabass erzeugte zusammen mit Harry Alt am Schlagzeug und David Kremer mit seinen stimmigen Rhodes-, Piano- und Orgelsounds die treibenden Backgrounds für die allesamt längeren Stücke. Den orientalischen Anteil steuerte Joe Aykut bei, der die Oud und das Cümbüs, eine Art türkisches Banjo spielte und auch Tarkan Yesil, der neben seinem Gesang die tambourin-ähnliche Riq schlug. Wahrer Wandler zwischen den Welten war Kay Fischer an diversen Saxophonen und der Klarinette, der durch die Auswahl seiner Tonleitern je nach Stück das Zusammenspiel mehr westlich oder mehr östlich einfärbte. Bandleader Harry Alt führte mit sympathischen Ansagen und Erläuterungen durch das Programm…
(Jürgen Kus, Kemptener Zeitung 2018)