Ein einzigartiges Projekt, das die Musikkulturen Spanisch-Galiciens, des Baskenlandes und Kataloniens vereint

Katalonien hat zuletzt am meisten für Aufsehen gesorgt, doch auch Galicien und das Baskenland nehmen in Spanien eine Sonderstellung ein, die historisch und kulturell weit zurückreicht. Mit dem Gaizca Project haben sich nun drei Formationen zusammengetan, die jeweils aus einer dieser Regionen kommen. Gemeinsam wollen die Sängerinnen und Musiker nicht etwa Autonomiebestrebungen Nachdruck verleihen, sondern die klanglichen Möglichkeiten der unterschiedlichen Musiken ausloten, verbinden, durchrütteln, neu interpretieren. Einzigartige Traditionen sollen glänzen, aber in einem Licht, das für eine weltoffene, moderne Perspektive steht. Das gilt auch für das Spiel auf typischen Instrumenten wie dem baskischen Akkordeon Trikitixa, der katalanischen Gralla, die der mittelalterlichen Schalmei ähnlich ist oder der Pandereita als prägendem Perkussionsinstrument aus Galicien.
(Textquelle: Programmheft Rudolstadt Festival 2019)

Line-up:
Veronica Codesal: Gesang, Pandereita (Galicisches Tamburin), Cunchas (Jakobsmuscheln), Txalaparta (Baskisches Perkussionsinstrument)
Natalia Codesal: Gesang, Pandereita
Eva Fernandez: Gesang, pandereita, Pandeiro
Marisol Palomo: Gesang, Pandereita
Iñaki Plaza: Trikitixa (Baskisches diatonisches Akkordeon), Txalaparta
Manu Sabaté: Gralla (ähnlich Schalmei, Oboe, Katalanisches Trad. Instr.), Tenora (Tenorschalmei)
Cisco Cardona: Gesang, ak. Gitarre
Nicolas Scalliet: Schlagzeug

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Ialma
Die Wege, die nach Santiago de Compostela führen sind lang und sie verbinden Landschaften und Menschen aus ganz Europa. Aber für viele Galicier, die ihre Heimat verlassen haben, auf der Suche nach Arbeit, nach Freiheit, die ihnen unter der Diktatur versagt war, ist eine Pilgerreise die Suche nach ihrer Kultur, den Wurzeln, ihrer Identität, den Geschichten ihres Volkes.

Für manche ist diese Reise ein Symbol für Spiritualität, für manche ein Ritual, ein Weg. Der Weg ist jedoch immer eine Gelegenheit der Begegnung, Entdeckung, des Austausches und des Teilens.
IALMA sind die strahlenden Galicischen „cantareiras“ deren Pfade sich bereits mit einigen Musikern aus unterschiedlichen musikalischen Universen kreuzten, wie z.B. Carlos Nuñez, Kepa Junkera, Mercedes Peon, Eliseo Parra, Arno, Zefiro Torna, Philippe Catherine, Renaud, Leila Amezian, Manou Gallo, Urban Trad., N’Faly Kouyate und viele mehr.
IALMA sind Zeugen dieser musikalischen und künstlerischen Entwicklung, die mit der mündlichen Überlieferung Galicischer Tradition begann und die überraschende Vermischung mit neuen Generationen von Rhythmen und Trends wagte.

Iñaki Plaza
Er studierte Trikitixa, das Baskische Diatonische Akkordeon und die traditionelle Baskische Perkussion, die Txalaparta und das Tamburin. Er spielte mit: Izalde, Sorbeltz, Kepa Junkera, Ibon Koteron, Etxak, Ion Garmenidia und O + Hatz (hogeihatz) und gibt sein Können in Meisterkursen weiter. Er tourte weltweit, u.a. in USA, Uruguay, Chile, China und Japan.

Manu Sabaté,
in Barcelona geboren, absolvierte er ein Hochschulstudium der Musik an der Sibelius Akademie Helsinki und an der Catalan Open University. Im Zentrum des Studiums stand das katalanische Instrument „Gralla“, eine traditionelle katalanische Oboe. Manu Sabate hob die Gralla als erster katalanischer Musiker aus dem traditionellen Kontext und experimentierte in neuen Genres. Er spielt auch die Bassklarinette „Tarota“ und die Tenorversion „Tenora“. Seit 2012 leitet er das Inxa Impro Quintett. 2015 wurde er zum Leiter von „New Catalan_Etnic“. Er ist künstlerischer Leiter des „Jeunesses Musicales of Spain“.  Vita Weiterlesen beim Management SceneOff