Melodische Afropop-Fusion

Nina Ogot ist Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin aus Nairobi. Ihr Werk reflektiert die Kulturen der Luo und der anderen Hauptstämme ihrer kenianischen Heimat, öffnet sich aber auch für Elemente der westlichen Musik. Damit erschafft Nina Ogot einen Stil, der mit seiner spannenden Balance zwischen Tradition und Moderne der perfekte Soundtrack für das Kenia von heute ist. Zugleich leistet die Musikerin so einen wichtigen Beitrag, die einheimische Kultur in einem dynamischen, kosmopolitisch geprägten Umfeld lebendig und relevant zu erhalten.

Mit ihrer überwiegend deutschen 13-köpfigen Band hat sie das neue Album „DALA“ aufgenommen und im Mai 2020 veröffentlicht. (Hey!blau Records). Nina Ogot zaubert eine federleichte und nie beliebige Mixtur aus Afrobeat, Reggae, Pop, Soul und Jazz hervor. Die Saiteninstrumente nehmen Highlife- und Juju-Klänge auf. Satte Bläsersätze, pulsierende Grooves, feiner Chorgesang machen Lust zu Tanzen. Das Sahnehäubchen jedoch ist Nina Ogots helle, warme, schillernde Stimme.

2021 ist Nina Ogot mit Band beim Afrikafestival Würzburg und bei Afro-Pfingsten in Winterthur zu hören.

Künstlerseite: ninaogot.com

Nina Ogot startete ihre Karriere 2008 mit dem Akustik-Album „Ninairobi“, gefolgt von zwei Afro-Pop-Singles „Wololo“ und „Aheri“ drei Jahre später. 2014 legte sie gemeinsam mit dem kenianischen Benga-Musiker Winyo den Tonträger „Yote Yote“ vor. Dieses Album dokumentierte bereits das Bekenntnis der Sängerin zur eigenen Musiktradition und verschaffte ihr eine neue Fanbasis, denn durch ihre Fähigkeit zur Verknüpfung von modernen und überlieferten Stilen heben sich Nina Ogots Songs von kenianischer Popularmusik klar ab.

Bei ihren Konzerten tritt Nina Ogot meist in Trio- oder Quartettbesetzung auf. Daneben gibt es mit der Nina Ogot Band eine Großbesetzung in der Tradition afrikanischer 70er-Jahre-Bands, die mit Backgroundgesängen, Keyboards und Bläsersatz eine große Soundpalette nutzt. Der Ursprung dieser Gruppe – und Ogots Verbindung nach Deutschland – geht auf ein Engagement in Köln 2018 durch den Treasures of Kenya e.V. zurück, aus dem eine lebhafte Zusammenarbeit der beteiligten Musiker entstand. Nina Ogot formte daraus ihre neue, kenianisch-deutsch besetzte Band und nahm mit ihr das aktuelle Album „Dala“ auf, das dann zunächst auf den Bühnen Nairobis vorgestellt wurde.

„Dala“ ist Dholuo, Muttersprache der Singer-Songwriterin, und bedeutet Heimat bzw. Zuhause. Das Kenianische bleibt denn auch zentral in dem mitreißenden Bandsound erhalten. Nina Ogot befasste sich eingehend mit den musikalischen Wegbereitern ihres Landes wie Daudi Kabaka oder Joseph Ngala. Benga-Hooks, groovende Percussions, satte Bläsersätze und Harmoniegesänge kennzeichnen nun den kraftvollen Sound der 13-köpfigen Band auf „Dala“. Bei Live-Auftritten arbeitet sie derzeit mit ihrem Trio, ergänzt um Bläser oder einen Bass.

Ihre Songs schreibt Nina Ogot hauptsächlich in Swahili und Dholuo. Man muss jedoch gar nicht jedes Wort verstehen, um den Sinn ihrer Lieder zu erfassen, denn die Kenianerin kommuniziert mit ihrer ausdrucksreichen Stimme weit über jede Sprachbarriere hinaus. Nina Ogot überzeugt dabei nicht nur mit ihrem warmen Timbre, sondern sie beweist in ihren Kompositionen auch ein sicheres Gespür für unvergessliche Melodien, ohne dass man sich deswegen vor schlagereskem Kitsch fürchten müsste. Die Freude am Rhythmus, die verspielte Melodik und natürlich die Sprachen besitzen alle Exotik, die den Reiz von Weltmusik ausmacht – und doch wirkt das neue Album durch die warmen Klangfarben und die perfekt intonierende Stimme Ogots auf Anhieb vertraut und vollkommen symphatisch.

2020/21 tourt Nina Ogot mit ihrer Band in Kenia und Europa und wurde zu diversen Festivals eingeladen, darunter so renommierte Weltmusik-Events wie das Africa Festival Würzburg und das AfroPfingsten in Winterthur (Schweiz).

Nina Ogot gewann den kenianischen Kalasha Award 2011 für den „Best Original Score“. Sie absolvierte internationale Auftritte etwa beim Afro-Asia Festival in Kerala (Indien), beim Bayimba Festival in Kampala (Uganda) und dem Moshito Festival in Johannesburg (Südafrika). 2012 wurde Nina Ogot als Teilnehmerin des US-amerikanischen „OneBeat“-Kulturaustauschprogramms ausgewählt. Gemeinsam mit der Kuruka Maisha-Stiftung setzte sie sich in einem Rehabilitationsprojekt für kenianische Straßenkinder ein, das mit dem renommierten „American National Arts and Humanities Youth Program Award“ der damaligen First Lady Michelle Obama ausgezeichnet wurde.

Neben ihrer musikalischen Karriere erlangte Nina Ogot in Kenia Bekanntheit als Schauspielerin sowie als Moderatorin einer der populärsten Fernsehshows des Landes. Außerdem arbeitete sie für das Kulturprogramm des französischen Auslandsradios RFI.

Pressestimmen zur Produktion „DALA“
„… die vielköpfige kenianisch-deutsche Band ist absolut top….“ Folker
„…zurück im Land der Harmonien und Melodien…“ Jazzthetik, Eric Mandel
SWR2 – Tandem, Luigi Lauer – CD der Woche und Beitrag zum Nachhören
„Nina Ogot ist definitiv eine Kosmopolitin in Zeit und Raum“
…kenianisch-deutsches Vorzeigeprojekt… Musik, die diese seltsamen Zeiten etwas schöner macht… perfekte Sommermusik…dpa Berlin
„…West meets Africa and creates a joyful sound…“ staccatofy.com, Steph Cosme
„Ein sehr bemerkensweretes Album, eine schöne Koproduktion….“HR2 Hörbar (6, 2020)
Musiktipp zum Wochenende, sunday sound Stadtrevue, Köln
„Opulent modern, facettenreich…ein wahrhaft modernes Werk… Lebensfrohe Rhythmen, verspielte Melodien sind der feine Puls dieser beseelten Lieder, Nina Ogots warme, würdevolle Stimme ist ihr Herzblut…Man kann behaupten, dass es sich um eines der besten Worldmusic-Alben des Jahres bislang handelt…Forum – Das Wochenmagazin, Andreas Lüschen-Heimer (7, 2020

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